Lateinamerika
Warum wir Spanisch lieben

4 Gründe, warum wir die spanische Sprache lieben

Es gibt natürlich viele verschiedenen Motivationen, mit einer neuen Sprache anzufangen. Wenn du noch auf der Suche nach Gründen bist, warum du ausgerechnet Spanisch lernen solltest, dann haben wir ein paar für dich im Gepäck!

Von Alisha Frei

1. Spanisch gehört zu den wichtigsten Sprachen der Welt

Du hast es bestimmt schon geahnt – Spanisch gehört zu meistgesprochensten Sprachen unserer Welt. In 20 Ländern ist Spanisch offizielle Amtssprache, darunter natürlich fast der gesamte südamerikanische Kontinent. Aber auch auf den Philipinen war Spanisch lange Amtssprache, weshalb die Sprache dort heute noch von vielen Einwohner*innen gesprochen wird. Mit über 405 Millionen Muttersprachler*innen und immer mehr Personen, die Spanisch lernen, ist die Sprache heute wichtiger Bestandteil der internationalen Kommunikation. Nach Englisch, Chinesisch und Hindi ist es die viert meistgesprochen Sprache der Welt.

2. Die regionalen Unterschiede der Sprache sind nahezu endlos

Durch die weite Verbreitung des Spanischen gibt es natürlich viele kleine und große Unterschiede im regionalen Gebrauch der Sprache. Das klingt vielleicht einschüchternd – gibt dir aber die Chance, unglaublich viele Facetten der Sprache kennenzulernen, die auch einiges über lokale Traditionen und Kultur verraten! Besonders groß sind die Unterschiede zwischen dem „klassischen“ Castellano Spaniens und dem Español, das in Lateinamerika – und dort natürlich in den einzelnen Ländern – gesprochen wird. Neben der Aussprache, die natürlich immer auch von lokalen Dialekten abhängig ist, ist insbesondere das Vokabular in vielen Ländern Lateinamerikas unterschiedlich. Manche Wörter haben ihren Ursprung in indigenen Sprachen, andere sind etwa stark vom amerikanischen Englisch beeinflußt oder vom örtlichen Slang. Wer Spanisch lernt, lernt also nie aus – und kann immer wieder die Vielseitigkeit der Sprache kennenlernen, die sie auch so besonders macht.  

3. Español = Pasión

Spanisch – das ist natürlich auch die Sprache mit Passion, mit Ausdruck! Das merkt man nicht zuletzt an der Art und Weise, wie Muttersprachler*innen sprechen – gerne mit Händen und Füßen und in Höchstgeschwindigkeit! Auch die unzähligen Redewendungen strotzen nur so vor Kreativität und Leidenschaft und bringen manchmal eine doppelte Übersetzungsaufgabe mit sich: In Spanien ist es zum Beispiel keine Überraschung, wenn du von schlechter Milch (estar de mala leche) bist, weil dir jemand die Haare genommen hat (tomar el pelo). Im Klartext: Du bist schlecht gelaunt, weil sich jemand über dich lustig macht.

Im Eifer der Redewendungen kann es auch passieren, dass ein Ausdruck gleich mehrere Bedeutungen hat. Wenn etwas toll ist, ist es die Hostie (es la hostia), es ist aber nicht mehr so schön, wenn man jemandem eine Hostie gibt (dar una hostia), dann verteilst du nämlich eine Ohrfeige! Wie man es auch dreht und wendet, die Möglichkeiten, sich im Spanischen leidenschaftlich auszudrücken, sind unbegrenzt!  

4. Kultur und Kreativität gehören zum Spanischen dazu

Nur wer Spanisch spricht, bekommt auch einen ganz besonderen Einblick in die nahezu endlose Kultur der spanischsprachigen Länder. Bücher direkt auf Spanisch zu lesen, Musik, sei es Flamenco, Bachata oder Pop, zu hören oder Filme mit Originalton anzusehen, lässt dich direkt an der Kreativität der Länder teilhaben und gibt dir einen Einblick in Traditionen und Dialekte, die sonst schwer zu übersetzen sind. Es mag ein langer Weg sein, aber: Wenn du soweit bist, hat sich das viele Lernen auf jeden Fall gelohnt und du kannst die ganzen Facetten dieser Sprache genießen!